intervention 20stops no 2 „bus stop“

Intervention 20 stops no 2 "bus stop", 21.4.2012 Schuetzenmatt Bern

Eine Infosäule von Bern Mobil in Holz geschnitzt vis-à-vis der bestehenden Bushaltestelle Bollwerk der Buslinie 20 positioniert und fest verankert

Die Skulptur in Holz (Eich massiv, geölt) als Materialverfremdung übernimmt ihren Konstruktionsplan in Originalgrösse in Form von acht aufeinandergestapelten Metallelementen. Sie reduziert das Kernvolumen auf ihre Logowirkung. Von der Originalsäule werden nur die Volumina übernommen, sowie die Schriftelemente, die Signalwirkung haben, wie die Busliniennummer 20, der Schriftzug von Bern Mobil, sowie der Namen der Haltestelle. Als Irritation aber auch als Referenz zum Kulturraum vor Ort wird der Name der Haltestelle von Bollwerk auf Reitschule umbenannt.

Die Interventionen spielen mit den bestehenden Kulturräume, suchen sie stärker zu vernetzen und die Durchlässigkeit im Perimeter für die Fussgängerinnen, Velofahrer und ÖV-Nutzerinnen als Quartiernutzer zu verbessern. Der öffentliche Raum soll durch die künstlerischen Interventionen als veränderbar und konstruiert aufgezeigt werden. Die Eingriffe durch Kunstschaffende sollen den Prozess einer Neu-Wertung des Perimeters in Gang setzten.
Der öffentliche Raum als Konstrukt wird durch verschiedene Parameter bestimmt wie Farb- und Lichtkonzept, Architekturkörper und organische Formen, sowie durch die sozialen Komponenten der Nutzung.

Im Rahmen eines Stadt-Planungsprozesses müssen Form und Funktion immer wieder neu überdacht werden. In einer mobilen Gesellschaft spielen auf der bildlichen Ebene Zeichen der Verkehrsführung und Nutzung eine zentrale Rolle. Sie repräsentieren die Regeln wie Bewegung im öffentlichen Raum sanktioniert wird. Dieses Regelwerk steuert die Verkehrsflüsse und somit auch unser Verhalten, wie und wo wir uns bewegen. Durch eine künstlerische Intervention kann dieses Regelwerk, das auf der visuellen Ebene durch einen kollektiven Bildgebungsprozess entstanden ist, verfremdet und hinterfragt werden: Zum Beispiel „Warum ist hier keine Haltestelle?“ Die Irritation durch den künstlerischen Eingriff ermöglicht eine neue Sichtweise auf Bekanntes und macht neue Nutzungen des öffentlichen Raumes denkbar. Die Arbeit im öffentlichen Raumes hinterfragt die Authenzität oder die angestrebte Zweckmässigkeit und Funktionalität ihrer Repräsentationen.

Links:

Youtube: NEUstadt-lab 20stops Intervention no 2 „bus stop“

poolart.ch: 20stops no 2

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Über juerg luedi

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