Angst essen Seele auf

7. Berlin Biennale für Zeitgenössische Politik „Forget Fear“

Videostill aus "Berek, Artur Zmijewski, 1999

Introduction

Europa und die Welt stehen in Mitte eines Umbruchs. Das Weltklima gerät zu nehmend aus dem Gleichgewicht, die globalen Finanzmärkte spielen getrieben von Algorithmen quasi in Echtzeit ihr Eigenleben und treiben statt Blüten Blasen. Die Politik nach 20 Jahren neoliberaler Globalisierung ist zum Ausführungsgehilfen der Märkte verkommen. Diesem hoch spekulativen Spiel nach Gewinnmaximierung haben sich auch der Kunstmarkt und seine Akteur_innen verschrieben. Im Banne einer unverschämt kleinen Elite von Künstlermillionär_innen darbt die Mehrheit des Künstler_innen Proletariat[1] im Präkariat. Die aktuellen Krisen legen offen, dass dieses globalisierende System an die Grenzen der Universalisierbarkeit gekommen ist. Zum Albtraum für alle geworden ist es nur vernünftig wenn diese Blase platzt und wieder Raum schafft für ein System, das seinen Mehrwert für alle gerecht und nachhaltig verteilt. Somit ist es nur folgerichtig, dass Artur Zmijewski und Joanna Warsza mit ihrem Team diesen Prozessen nicht indifferent gegenüber stehen und anzuknüpfen versuchen an zeitgenössischen Formen und Ausprägungen des Widerstands, wie den Occupy-Bewegungen und weltweiten Demokratiebestrebungen[2].

Die 7. Ausgabe der Berlin Biennale für Zeitgenössische Kunst hat sich auf den Weg gemacht, diesen Aufbruch in der Kunst zu suchen und zu dokumentieren. Wo und wie haben sie diese „konkreten Handlungen, die zu greifbaren Resultaten führen“[3] gefunden? Kann die Berlin Biennale von 2012 den Anspruch nicht nur Fragen zu stellen, sondern Antworten und Situationen zu identifizieren, die Lösungen verantwortungsvoll umsetzten[4]. Damit geben sie sich wie John Cage[5] nicht mit einer Kunst zu frieden, die einfach nur genossen werden kann, sondern fordern eine Kunst, die gebraucht werden will, sich dem täglichen Leben nähert. Eine Kunst, die schon Duchamp forderte, die den Unterschied zwischen Kunst und Leben, Lehrer_innen und Schüler_innen, Darstellenden und Betrachtenden aufhebt. In der Forderung von Zmijewski und Warsza nach künstlerischen Positionen die nachhaltig und wirksam sind, ist Cage’s Prinzip der Zufallsoperationen, des Spielerischen und Lustvollen in ihren Umsetzungen teils an den Rand gedrängt oder unter die Räder geraten. Viel zu Lachen gibt es in diesem Biennale Jahrgang leider nicht.

Die im Biennale Zentrum KW Institut for Contemporay und seinen Aussenstandorten vorgestellten Arbeiten und Projekte wollen uns Werkzeuge zeigen, die aktiv in die Welt eingreifen[6], die nicht Kunstobjekte sein wollen, die für sich autonom stehen und wirken, sondern der Vermittlungs- und Überzeugungsarbeit bedürfen, die sich erst im Meinungsaustausch und Auseinandersetzung erschliessen und sich direkter Politik zu wenden. Wir suchen also Arbeiten, die handeln und funktionieren, die Realitäten kreieren und formen oder Politik betreiben, die nicht nur Ideen repräsentieren, die niemand umzusetzen gedenkt. Mit Spannung erwarten wir Interventionen, die die Schwelle hin zu echten Taten überschreiten, die Einfluss auf die Realität nehmen[7], ein radikales und politisches Ziel verfolgen und mit der Selbstreproduktion des etablierten Kunstsystems brechen[8].

Born in Berlin

Nähern wir uns dem Biennalezentrum über die Arbeiten von Joanna Rajkowska in der Akademie der Künste am Pariser Platz, zwei Videoarbeiten die Geburt und Tod umkreisen.

Born in Berlin“ ist die filmische Umsetzung des willentlichen Entscheids ihr Kind in Berlin zu gebären. Widersprüchlich und berührend in der Auseinandersetzung um die Bedeutung der Konstruktion der individuellen Biographie, die im gesellschaftlichen Kontext eine ganz andere Bedeutung hat als auf der menschlichen Ebene. Der konkurenzielle Arbeitsmarkt der Referenzen im Lebenslauf erfordert, steht den existentiellen Momente wie Geburt und Tod gegenüber, die beide ausserhalb von Ort und Zeit stattfinden. Dieser Widerspruch formal nicht wirklich gelöst gipfelt im Abspann mit dem Hinweis, dass das Neugeborene an beiden Augen von einer seltenen Kerbserkankung befallen ist. Die zweite Arbeit „Final Fantasies“ geht der Frage nach, welches Bild wir als letztes wünschen würden zu sehen. Ebenfalls ein starke Idee, die in ihrer Form nicht überzeugt. Schade, dass die Videoarbeit mit banalen Bildern den Wunsch des Sterbenden zu visualisieren versucht, statt den persönlichen Wunsch nur im Abschied nehmenden Blick entstehen zu lassen. Ist dieses letzte Bild doch ein ganz Persönliches, dass wir in seiner Erzählung gar nicht wirklich sehen wollen, sondern dem wir in unserem inneren Auge Raum schaffen – ganz nach dem Postulat, dass erst der Betrachtenden die Kunst partizipativ entstehen lässt.

Solidarity Actions

Während der Dauer der Biennale vom 27. April bis 1. Juli finden sechs sogenannte Solidaritätsaktionen statt.  Hier geht es um Recherchen von anderen Kunst Institutionen mit gleichem Interesse, die im Rahmen oder parallel zur Biennale stattfinden. Die erste dieser Aktionen war die „Schlacht um Berlin ´45“. Die als erste von zwei Reenactments deklarierte Aktion fand am 29. April im Spreepark statt. Die mehr als Reinszenierung den als Reenactment aufgeführte Schlachtszene, der Sieg der Alliierten über Berlin, scheiterte schlussendlich am nicht zu Ende gedachten Setting der polnischen Amateurgruppen. Das Publikum wurde hinter Abschrankungen passiv als Zuschauer_innen auf dem Areal eines stillgelegten Freizeitparks gehalten. Mit der Frage im Hinterkopf, ob die kämpfenden Soldaten auch mit pathetische Klängen beschallt worden sind, verhallt die Provokation an diesem Tag die Deutschen nochmals besiegt zu haben. Die filmische Dokumentation dazu wird im Deutschlandhaus gezeigt, war aber zwei Tage später noch immer nur als Trailer dort zu sehen. Interessanterweise war die leere Hülle des ideologisch hoch aufgeladenen Gebäudes als ehemaliger Standort des Reichsarbeitsministeriums um einiges präsenter, als die ebenfalls hier plazierte Ausstellung „Stück für Stück Erinnern. Erste Objekte für die künftige Ausstellung“ des geplanten Ausstellungs-, Dokumentations- und Informationszentrums der Stiftung Flucht, Vertreibung, Versöhnung (SFVV).  Um der Gefahr einer Dekontextualisierung und dem Vorwurf des Geschichtsrevisionismus zu entgehen, ist die Auslegeordnung in Vitrinen von Objekten und Gegenständen als Strategie des Gedenkens doch eher dürftig und altbacken.

Occupy the Museum

Wenn wir im Festivalzentrum im KW an der Auguststrasse 69 angelangt sind und den suchenden Blick nach linkspolitischer Kunst richten, die wirkungsvolles Engagement bei materiellen Problemen wie Arbeitslosigkeit, Verarmung und Armut anbietet, sehen wir als erstes den monumentalen in rohem Metall geschmiedeten „Key of Return“ im Innenhof liegen, dem der Eintrag ins Guinessbuch der Weltrekorde verwehrt wurde. Dieser als Gemeinschaftswerk der Bewohner_innen des Aida-Flüchtlingslagers nahe Bethlehem gefertigte eiserne Schlüssel, liegt nun als Displacement statt auf einem Torbogen eingangs des Flüchtlingscamps am Boden auf einem Betonsockel. Das versetzte Denkmal bedient sich für ein westlich geschultes Kunstpublikum einer vergangenen Symbol- und Formensprache und erfüllt in keiner Weise den Anspruch eines Kunstobjektes. Ohne die filmische Dokumentation in einem Nebenraum im Eingansbereich über die Entstehung und den Transport würden wir nicht die Geschichte erfahren mit den seit 60 Jahren von Generation zu Generation vererbten ehemaligen Hausschlüsseln der Vertriebenen. Dieser Kontext hätte ganz andere zeitgenössische Möglichkeiten geboten.

Über den Innenhof gelangen wir in den zentralen Raum des KW, den die „Indignados | Occupy Biennale “ für die Dauer der Ausstellung zur Verfügung gestellt bekommen hat. Mit Spannung darf verfolgt werden, wie weit der gegenseitige Austausch zwischen den Empörten und dem gesättigten Kunstpublikum gehen wird. Werden die Künstler_innen und Kurator_innen sich in den kollektiven Verhandlungen und Diskussionsforen finden, um die „Demoästhetik“ und aktivistischen Parolen und Streetartformen zu erweitern? Jedenfalls ist die Anlage so gesetzt, dass eine „Abschaffung des Publikums“ potentiell möglich ist.

Institutional Art Practices

Über das Treppenhaus gelangt man in den ersten Stock vorbei an der subversiv ironischen Arbeit „State of Palestine“ von Khaled Jarrar, der auf Wunsch im Pass des Besuchenden einen Visumsstempel hinterlässt und der in Zusammenarbeit mit der Deutschen Post eine Briefmarke „State of Palestine“ herausgegeben hat. Eine etwas leisere Arbeit  als „Christ the King“, der als Miniatur die grösste Jesusstatue der Welt repräsentiert. In einem temporären Atelier reproduziert der anwesende Künstler Miroslaw Patecki den Kopf mit billigen Styroporblöcken. Begleitend sind zwei Videoarbeiten – „Beyond“ von Jozefina Chetko und „Facing the Scene“ von Anna Baranowski und Luise Schröder – zu sehen, die die Aufrichtung und Einweihung der Jesusstatue im polnischen Swiebodzin kontextualisieren. Eine Arbeit die in dem Sinne Veränderung gebracht hat, als dass die Region unterdessen durch diese Auftragsarbeit von Tourist_innen und Gläubigen frequentiert wird. Aber auch eine Position, die viele linkspolitische Fragen offen lässt in Zusammenhang mit der Institution Kirche und der Monumentalität von Skulpturen gerade auch angesichts solcher Ausformungen zu Zeiten des realpolitischen Sozialismus.

Democratization

Im Zweiten Stock finden wir drei Positionen. An die linke Wand gedrängt wird das Projekt „A Gentrificaton Program“ des Institute for Human Activities dokumentiert, das in ironischer Weise, die den in unseren Breitengraden heftig umstrittenen Stadtplanungsprozess der Stadtteilaufwertungen ausgehend von durch Künstler_innenhand genutzten Freiräume umdreht. Ziel des Projektes ist es explizit im Kongo ein Gebiet 800 Kilometer von Kinshasa (Kongo) zu gentrifizieren – eine Reflektion zwischen Nord-Süd als eine der wenigen Arbeiten aus dem Aussereuropäischen Raum.

Der Fahnenwald des „New World Summit“ verwehrt uns den direkten Zugang zu den dahinter liegenden beiden Arbeiten aus Lateinamerika. Jonas Staal aus den Niederlanden hat sich vorgenommen, Repräsentanten der uns bekanntesten „Terrororganisationen“ der „Black List“ zu einem Gipfeltreffen in Berlin in den  Sophiensaelen einzuladen, um diese in einen demokratischen Prozess einzubinden.  Schade, dass dieses alternative Parlament vom 4-5 Mai nicht via Webcam mitzuverfolgen war. Nachdem wir in gebückter Haltung die Organisationsbanner hinter uns gelassen haben, stehen wir vor der Wand von Teresa Margolles. „PM 2010“ hat während eines Jahres die Titelbilder der Boulevardzeitung PM gesammelt. Als widerlich Konstante ziehen wandfüllend vor unseren Augen Tag für Tag das Pinup-Girl und der Mordfall vorüber. Der auf Einladung von mit einer ähnlichen Initiative erfolgreiche Antanas Mockus inspirierte Aufruf zum Drogenverzicht in Form einer Blutspende wirkt jedoch angesichts der 40’000 Toten seit 2006 und auf Grund banaler Erkenntnisse von Marktmechanismen hilflos und ärgerlich.

Panic Room

Zurück im Treppenaufgang zum nächsten Stock wird man erneut konfrontiert mit den Wandzeichnungen von Marina Naprushkina , die Teil der Arbeit „Self Governing“ ist und uns in den Dritte Stock führt. Hier begrüsst uns ein Mural mit einem frontal auf den Betrachtenden zu strebendem Paar, das seitlich von auf die Wand gezeichneten Parolen und Doktrinen illustriert wird. Der etwas verloren wirkende Duktus der Anklage gegen die „letzte Diktatur Europas“ in Belarus, scheitert an der Transformation von der von Freiwilligen verbreiteten Gratiszeitung zur Wandzeitung. Die Frage, ob dieser Protest den Anspruch als „Leitfaden für politische Alternativen“ einlösen kann, bleibt vorerst unbeantwortet.

Angezogen vom Laut- und Stimmengewirr der Bildschirm-Installation „“Breaking the News“ in grossen Nebenraum, wo auch am 2. Mai die zweite Solidarity Action „Freedom for Censorship“ stattfand, stehen wir vorerst gebannt still und verwirrt vor Gleichzeitigkeit weltweiter Protestbewegungen. In Anlehnung an die Form des Newsrooms flackern diese Videodokumentationen vor unseren Augen und erschweren vorerst den Fokus auf einzelne Praktiken. Der atmosphärisch dichte Raum reisst uns hin und her, zwischen der Euphorie des Aufbruchs und dem Entsetzen angesichts der dahinterliegenden Repressionen, und versetzt uns in die Lage eines_r Nachrichtenmacher_in, die sich täglich simultan für den verordneten Fokus entscheiden muss.

Memories

Im Dachstock treffen wir abschliessend zur den Indoor gezeigten Positionen auf die beiden Arbeiten, die sich mit Erinnerung und Geschichte auseinandersetzten. Der mit schwarzer matter Dispersionsfarbe abgedunkelte Dachstock beherbergt die Plantage von Birkenbaumsetzlingen, gezogen aus Samen, die Lukasz Surowiec in der Umgebung des ehemaligen Konzentrationslagers Ausschwitz-Birkenau gesammelt hat. Sein Erinnerungsarbeit „Berlin-Birkenau“ lässt das Publikum Teil haben, indem ich mich mittels Urkunde und Unterschrift am Projekt beteiligen kann, indem ich einen Setzling nach Hause nehme, um diesen zu hegen und zu pflegen. Mein Setzling werde ich in Bern ins Areal der Dampfzentrale in Bern versetzen, wo zur Zeit des Zweiten Weltkrieges mit der Naziherrschaft Kohle gegen freie Durchfahrt gehandelt wurde.

Auf gleichem Niveau, im hintersten fast zu verfehlendem Dark Room findet sich mein Favorit der Biennale, die  Videoarbeit des Kurators Artur Zmijewski „Berek“, entstanden 1999 und im Rahmen der Ausstellung „Tür an Tür. Polen-Deutschland. 1000 Jahre Kunst und Geschichte“ nach Protesten wieder aus der Ausstellung entfernt. Zu sehen ist das Fangspiel nackter Menschen einmal in einem Keller eines Miethauses und einmal in einer Gaskammer des Konzentrationslagers. Diese Auseinandersetzung mit dem Akt des Erinnerns erreicht durch die Konfrontation einer kindlichen Spielsituation mit der Erinnerung an die Greuel der Vernichtung unwerten Lebens eine Intensität, die tiefe Trauer und Beklommenheit zulässt. Die unmittelbare Nähe von Lachen und Schrecken, die jeder in seinem Keller irgendwo versteckt hat, ermöglicht einen persönlichen Akt des Erinnerns, der in Bezogenheit mit der kollektiven Geschichte gerät. „Berek“ löst als eine der wenigen Arbeiten den Anspruch ein, den eine gelungene künstlerische Arbeit meiner Ansicht nach ausweist: Sie erreicht mit minimalen Mitteln und stringenter Konzeption eine existentielle Emotion.

Open Calls

Nach dem Abstieg zurück in den Innenhof vorbei am deplazierten Werbebanner von „Mobinil“, dem führenden Mobilfunkanbieter in Ägypten, der während der Revolution, mermals die Kommunikationskanäle unterbrochen hat, wirbt und beutet diese Menschen wiederum zur eigenen Profitmaximierung aus.

Bevor wir das KW verlassen werfen wir noch einen kurzen Blick in die Räume der beiden Nebengebäude, wo einerseites Martin Zeit’s Sammelaufruf „Deutschland schafft es ab“ zum Boykott der Lektüre von Sarazin’s Buch „Deutschland Schafft sich ab“ aufruft. Der praktisch leere Sammelbehälter spricht für sich.

Im Nebentrakt vis-à-vis kann dann noch der Aufruf zur Rückkehr der Juden und Jüdinnen nach Polen konsultiert und der Dokumentationsraum „Open Call&Artwiki“ besucht werden, der ein Mapping der eingereichenden Künstler_innen in einer politischen Landschaft visualisiert.

Zum meditativen Ausklang lohnt sich der Besuch in der St.Elisabeth-Kirche an der Invalidenstrasse 3. wo Pawel Althamer den Raum „Draftsmen’s Congress“ geschaffen hat. Jede_r kann sich hier zeichnerisch statt mit Worten auszutauschen.

Hope

Der Kern dieser 7. Berlin Biennale provoziert, lässt teils Ratlosigkeit aber nie Indifferenz zurück. Die programmatische Forderung dem museal geübten Blick das Kunstobjekt zu verwehren wird eingelöst. Spätestens der erste Blick in einer der etablierten Galerien in der Auguststrasse macht einem die Provokation und auch die Problematik beider Positionen bewusst. Die Biennale öffnet den Blick über die künstlerische Aktion auf politische Inhalte und Bewegungen. Sie setzt aber auch viele Fragezeichen und lädt ein zur Auseinandersetzung was Kunst bewirken kann und wie sich Grenzen abzeichnen. Ihrem Unterfangen gesellschaftlich wirksam zu werden kann gespannt entgegengesehen werden.

Das ästhetische Vokabular hat, wie die Kritik in Junglworld[9] zeigt, bereits heftige Reaktion ausgelöst. Die speziell für die Biennale konzipierte Schrift „BUREAU_BB7“, die auf einer Kombination von CD-Elementen der russischen Superwaffe Gazprom, CDU- und SPD Typografien aus den Wahlkämpfen 1957 und 1961, der Präsidentschaftskandidatur Kennedys, sowie auf DADA-Elementen und den Währungssigneten von Dollar, Pfund, Yen und Euro aufbaut, erinnert eigentlich nicht  überraschend an faschistoide Ästhetiken.

Ob aber die Auslegeordnung 2012 an künstlerischen Interventionen, den Anspruch wirksam zu sein ohne instrumentalisiert zu werden gerecht wird, ist zu Beginn der Ausstellung noch offen.

Juerg Luedi, 3.5.2012

Footnotes


Referenz Titel:  Angst essen Seele auf (Arbeitstitel: Alle Türken heißen Ali) Melodrama von Rainer Werner Fassbinder :http://de.wikipedia.org/wiki/Angst_essen_Seele_auf (3.5.12)
[1]
Seite 12: „Forget Fear“ A. Zmijewski und Joanna Warsza, KW Institute for Contemporary Art, Verlag König
[2] 7. Berlin Biennale „Indignadxs /Occupy : http://www.berlinbiennale.de/blog/7-biennale/indignadxs-occupy
[3] Seite 10: dito
[4]  Seite 10 dito
[5] „John Cage und …“ Bildender Künstler – Einflüsse, Anregungen, Akademie der Künste Berlin: http://www.adk.de/de/aktuell/veranstaltungen/index.htm?we_objectID=30736 (3.5.12)
[6]  Seite 10: „Forget Fear“
[7]  Seite 13: „Forget Fear“
[8]  Seite 15: „Forget Fear“
[9] Jungle World Nr. 17, 26. April 2012 „Immun gegen Freiheit“, Rosa Perutz http://jungle-world.com/artikel/2012/17/45322.html

Über juerg luedi

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