NEUstadt-lab 20stops no 10 curbstones (Hodlerstrasse)

Mit den Kunstinterventionen NEUstadt-lab 20stops no 10 und no 15 vernetzten Kate Burgener und Juerg Luedi mit 40 Helfern die Kulturräume PROGR, Kunstmuseum Bern und Grosse Halle / Reitschule.

NEUstadt-lab 20stops no 10

NEUstadt-lab 20stops no 10 curbstones (Hodlerstrasse)

Für drei Tage wurde die Schützenmatte und die Sichtachse zur Hodlerstrasse vom 4.-7.9.14 zum Stadtlabor. Die Schützenmatte wurde von allen parkierenden Autos befreit. Die Interventionen NEUstadt-lab 20stops no 10 und no 15 haben den Stadtraum anders erleb- und nutzbar gemacht. Die künstlerischen Eingriffe haben so neue Bilder für die künftige Entwicklung der Schützenmatte entstehen lassen.

NEUstadt-lab_20stops_no10

NEUstadt-lab 20stops no10 curbstones (Hodlerstrasse), Seite PROGR

In einer mobilen Gesellschaft spielen auf der bildlichen Ebene Zeichen der Verkehrsführung und Nutzung eine zentrale Rolle. Sie repräsentieren die Regeln wie Bewegung im öffentlichen Raum sanktioniert wird. Dieses Regelwerk steuert die Verkehrsflüsse und somit auch unser Verhalten, wie und wo wir uns bewegen.

Die Intervention NEUstadt-lab 20stops no 10 curbstones (Hodlerstrasse) hinterfragt dieses Regelwerk, das auf der visuellen Ebene durch einen kollektiven Bildgebungsprozess entstanden ist.
Auf beiden Seiten der Hodlerstrasse in der Breite der beiden Kulturstandorte PROGR und Kunstmuseum Bern KMB wurden die Randsteine in den Farben der Institutionen koloriert.

NEUstadt-lab 20stops no 10 curbstones

NEUstadt-lab 20stops no 10 curbstones (Hodlerstrasse), in progress Seite KMB

Die Randsteine bilden die Schnittstelle zwischen Strassenraum und Fussgängerzone. Sie definieren als Bewegungszonen das Grundstück zur Strasse als öffentlichen Raum für den nicht motorisierten Verkehr. Die Fussgängerzone bildet einen Zwischenraum und überführt den privaten Raum in den Öffentlichen. Die Randsteine als skulpturale und visuelle Markierungen ordnen die Oberfläche der Stadt. Deren Funktion ist den Raum auf ihre Nutzung hin zu signalisieren. Als Operatoren sind sie Wegmarken, die zwischen dem Bereich für den motorisierten Verkehr und dem Bereich für die nicht-motorisierte Nutzung eine durchlässige, permeable Grenze definieren. Sie sind zentrale urbane Elemente , die in der Rethorik des Gehens in der Stadt von De Certeau[1] als Akteure eine wichtige Rolle spielen. Der Zwischen-Raum, der von den Fussgängern und Strassenverkehrsteilnehmerinnen alltäglich genutzt wird, gerät so in Schwingung und formt eine Abstraktion[2].

 

Die Intervention wurde unterstützt von:
Präsidialdirektion Stadt Bern Stadtplanungsamt, Burgergemeinde Bern, Förderverein Reitschule, PROGR Zentrum für Kulturproduktion, Kunstmuseum Bern und Signal.ch
logo-burgergemeinde-v2011foerderverein_RS_logoprogr_logo KMB_logo

 

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[1] De Certeau, „Kunst des Handelns, Kapitel VII Gehen in der Stadt“, S.179ff; MERV Verlag 1980

[2] Piet Mondrian, „Broadway Boogie Woogie“ 1942-43. Oil on canvas, 50 x 50″ (127 x 127 cm), MoMa: http://www.moma.org/collection/object.php?object_id=78682

Links:

Blog Kunstmuseum Bern: Gastbeitrag 3.9.14

poolart.ch: NEUstadt-lab

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Über juerg luedi

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